Tagebuch 2017

 

Hier informieren wir nunmehr in unregelmäßigen Abständen, was in Crailsheim läuft

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite am 22.1.2017

 

 

21. Januar 2016

 

Der Frost lässt nicht nach. Bis zu minus 16 Grad hatte es in der Nacht zum Samstag. In der leicht beheizten Werkstatt ging es noch - die Bilder: weitere Aufarbeitung der Gruppenventile und von Brems-Bauteilen von Güterwagen.

 

 

 

 

In der Halle war es dafür richtig kalt. Dort wurden die defekten bzw. leicht beschädigten Kühler des Triebwagens ausgebaut. Sie müssen durch neue Bauteile ersetzt werden. Die Schadaufnahme an dem Triebwagen geht weiter.

Oben:  Blick aus dem Triebwagen und unter dem Triebwagen. Unten: Das bearbeitete Gruppenventil und der Maßzetel für die anzufertigenden Buchsen.
Oben: Blick aus dem Triebwagen und unter dem Triebwagen. Unten: Das bearbeitete Gruppenventil und der Maßzetel für die anzufertigenden Buchsen.

 

 

14. Januar 2017

 

Reichlich Schnee auf den Anfahrtswegen und die Kälte vor Ort bremsten etwas den Elan in Crailsheim. Am Triebwagen „Ex Ulmer Spaß“ fand eine Bestandsaufnahme der fehlenden Teile sowie den Zustandes des Triebwagens statt.

 

Bei der 44 1378 ging es bei den Gruppenventilen weiter. Die gebaute Vorrichtung stellte die Zentrierung des Werkzeuges sicherstellt und so konnte eine saubere Oberfläche für die Aufnahme der einzelnen Buchsen geschaffen werden (siehe die Bilder unten). Abschließend entstand noch ein Maßzettel zu den anzufertigenden Buchsen.

Was Auffällt: Es sind sieben Abgänge an den Gruppenventilen aber nur fünf Buchsen vorgesehen. Dies zeigt, dass die Lok einst ein „Öler war“. Zwei Abgangsleitungen dienten der Ölfeuerung, z. B. um das Bunkerlöl im Tender aufzuwärmen bzw. im Rahmen der Verbrennung des Öls in der Feuerbüchse.

 

 

 

8. Januar 2017

 

Auf der Modellbahnbörse der Miniaturdampfbahn Hohenlohe (MDBH) zeigte der Vereine auch seine Projekte,  z:B. das 5 Zoll Modell der die 62 015 - mehr zur MOBA 2017.

Im Hangar in Crailsheim waren auch die DBK Historische Bahne e.V. die Bw Crailsheim AG und der Förderveein Bw Crailsheim war auch mit einem Infostand dabei. 

 

Unten noch Bilder zu den Dampfzugfahrten zwischen Hessental und Öhringen. 

Von links oben: Beseitigung von Schutz und Ablagerungen. Einpassen der neue Aufnahmebuchse. Die Ventilspindeln und Ventilkegel.  Die Aufnahmebuchse und des Aufnahmedorn auf dem Gruppenventil.
Von links oben: Beseitigung von Schutz und Ablagerungen. Einpassen der neue Aufnahmebuchse. Die Ventilspindeln und Ventilkegel. Die Aufnahmebuchse und des Aufnahmedorn auf dem Gruppenventil.

 

7. Januar 2017

 

Die Vorbereitungen für die Aufarbeitung der Gruppenventile der 44 1378 gingen weiter. Es galt eine Vorrichtung zu bauen, die eine Zentrierung des Werkzeuges sicherstellt, mit dem eine saubere Oberfläche für die Aufnahme der Buchse geschaffen werden kann – zur Erinnerung: Wegen den unterschiedlichen Ausführungen der angeschweißten Bauteile kann das Bauteil nicht „plan“ auf dem Maschinentisch aufgelegt werden, was Grundvoraussetzung für die Bearbeitung der Oberflächen in dem Gruppenventil ist. Mittels der dafür gebauten Aufnahmebuchse und des Aufnahmedorns ist es nun Möglich, dass die Fräsmaschine entsprechend die Maße und die Senkrechte in dem Bauteil aufnehmen kann. Durch höheren zeitlichen den Aufwand für den Einbau der neuen Büchsen wurde auf einen Neubau der Ventilspindeln verzichtet. Die Oberfläche der Ventilkegel – Gegenstück der neu einzubauenden Buchsen – sind auch bereits von Schmutz und Ablagerungen befreit.

 

Parallel wurden an den beiden Bn, dem ABn (alles Silberlinge) und dem Byl(Mitteleinstiegswagen), die bei der Fahrt nach Tauberbischhofsheim zum Einsatz kamen eine Reihe von Reparaturen ausgeführt. Die Wagengarnitur sollte nach dem Einsatz bei der Fahrt am 8. Januar nach Öhringen wieder nach Schorndorf zurück.

Zudem wurden Wartungsarbeiten an der 64 419 ausgeführt.

 

 

6. Januar 2017

 

Bei minus 17 Grad begannen die Fahrten an Dreikönig zwischen Crailsheim und Tauberbischofsheim. Entsprechend gab es das eine andere Problem. Die Folge war eine Verspätung. Dazu kam, dass es in Lauda brannte. Aus dem Drehgestell eines Bn-Wagens (modernisierte Silberling) kam Rauch, so dass die Feuerwehr eingreifen musste. Der liegengebliebene Zug blockierte aber einen Bahnsteig, so dass der Betriebsablauf ins Stocken kam.

 

Die daraus resultierenden Verspätungen konnten allerdings bald dadurch aufgeholt werden, weil in Tauberbischofsheim und in Weikersheim auf das Umsetzen der 64 419 verzichtet wurde. So fuhr die 212 084 in Richtung Weikersheim an der Spitze, was aber die Fahrgäste im Zug nicht störte.

 

 

Gegen Mittag steig die Temperatur auf 6 Grad unter Null. Im Zug hatte die Dampfheizung dann auch die letzte Kälte vertrieben. Dennoch dürfte dieser Fahrtag im Taubertal  einer der eisigsten in der doch langen DBK-Geschichte gewesen sein. 

 

 

Eine Buchse aus dem Gruppenventil der 44 1378.
Eine Buchse aus dem Gruppenventil der 44 1378.

5. Januar 2017

 

In ersten Tagen des neuen Jahres wurde an verschiedenen Baustellen im Crailsheim gearbeitet.

Bei der 44 1378 machen die beiden Gruppenventile mehr zu schaffen als erwartet. Letztmals dürften die beiden Teile, mit denen die Dampfzuleitungen zu verschiedenen „Aggregaten“ am Kessel der 44 1378  - z. B. Lichtmaschine oder Pumpen - geöffnet und verschlossen werden, wohl vor rund 40 Jahren gründlich aufgearbeitet worden sein. Ursprünglich bestanden die Gruppenventile  aus einem Grußgehäuse. Die beiden Teile an der 44 1378 sind aber Schweißkonstruktionen der Zeit der DDR-Reichsbahn. Sorge bereitete zunächst die Frage, wie das Gehäuse passgenau ausgebohrt werden kann, obwohl das Bauteil nicht „plan“  auf der Fräsmaschine aufgelegt werden konnte - wegen den unterschiedlichen Ausführungen der angeschweißten Bauteile wackelte das gesamte Bauteil. Doch auch hierfür konnte eine Lösung gefunden werden.  Alle Buchsen sind  nun entfernt. Zunächst bestand der Plan, das gesamte Bauteil zu erwärmen und die Buchse dann mit Schnee so abzukühlen (was diese schrumpfen lasst) und dann abzuziehen. Doch schnell zeigte, dass die Buchsen nur noch in der Altmetallsammlung einen Platz haben. Auch die vorbereiteten Schneebälle wurde nicht mehr benötig.

Nach der Bearbeitung des Gehäuses auf der Fräsmaschine in der kommenden Woche  werden die neu angefertigten Buchsen eingepasst. Nach der Anpassung der anderen Anbauteile sollen die Gruppenventile noch im Januar wieder an der Lok angebaut werden. Nächste Schritt ist der Vorwärmer. Eine Prüfung mit Druckluft ergab, dass die Rohre nicht mehr dicht sind – d. h. einen Frostschaden aufweisen. Für die Reparatur wird der Vorwärmer dann mit dem Kran von der Lok angehoben. Zudem wird gespannt auf das Angebot des Dampflokwerks Meiningen gewartet, bei dem es um den Wiedereinbau des mittleren Triebwerks geht. Davon hängen entscheidend ab, ob bzw. bis wann die 44 1378 wieder über den Schienenstrang dampfen kann.

 

 

Am Ayl-Mitteleinstiegswagen wurde die Bremsanlage der Drehgestelle wieder zusammengebaut.  Noch in den späten Abendstunden des 5. Januar konnte so der Wagen wieder auf seine eigenen Räder gestellt werden. Abgeschlossen ist damit die Bremsrevision allerdings noch nicht ganz.

 

Ein Bild mit Symbolcharakter für 2017:

Spatenstich mit (von links) Dr. Friedrich Bullinger (Ministerialdirektor im Wirtschaftsministerium), Heribert Rech (Innen- und Verkehrsminister der Landes Bade-Württemberg), Helmut W. Rüeck (CDU-Landtagsabgeordneter aus Crailsheim und später Stellvertretender Fraktionsvorsitzender) sowie Andreas Raab (Oberbürgermeister der Stadt Crailsheim) im Frühjahr 2006.

 

2017 wollen wir in Crailsheim weiter anpacken. Wir freuen uns über jeden Mitarbeiter, Förderer und Unterstützer. Wir drehen am ganz großen Rad.