2020

Vorne weg:

Die Mitglieder des Fördervereins Bw Crailsheim e.V.

- deren Kern die von 1984 bis 1992 entstandene Dampflokgruppe
der Dampfbahn Kochertal e.V. (später DBK Historischen Bahn e.V.)  bildet -

haben sich neu orientiert:


"Rund 40 Jahre haben wir dafür gearbeitet,
dass Dampf-Lokomotiven fahren konnten.

Jetzt schauen wird zu, wie Dampflokomotiven fahren."

 

 

 

26.10.2020

 

Abtransport der 52 8077

 

Ein Zeitpunkt für den Abtransport der
52 8077 aus Crailsheim steht leider immer noch nicht fest. Beim geplanten Transport auf der Straße hat sich in einem Bereich der Route unerwartet ein Problem ergeben.  Das Transportunternehmen ist auf der Suche nach einer Lösung.

Diskutiert wird jetzt auch wieder ein Transport über die Schiene.

 

Das Foto zeigt die 52 8077 im Frühjahr 1992 im Bw Heilbronn zusammen mit der

(schon wieder herausgeputzten) zusammen mit der 52 8186 einige Tage nach der Ankunft der beiden Lokomotiven aus dem Bw Engelsdorf. Die DBK Historische Bahn e.V. nutzte die Restfristen der beiden Loks, besonders der 52 8186 für Fahrten im Kochertal und im Wieslauftal sowie für Vermietungen.

Die 52 8186 wurde von ihren privaten Eigentümer nach Fristablauf an die ÖGEG verkauft. Die geplante Hauptuntersuchung an der 52 8077 durch die DBK Historische Bahn e.V. scheiterte leider, so dass die privaten Eigentümer die bei der Maschinenfabrik Esslingen gebaute Lok nun veräußerten.

 

Sobald näheres über den Abtransport der Lok in Crailsheim bekannt ist, ist es hier zu lesen.

 

 

 

Eine Kurz-Rückblick auf 2020

Durch die Corona-Krise mussten 2020 einige Aktivitäten und Ausflüge verschoben werden.

Andere fanden in kleinerem Rahmen statt. 

Dieser folgende Kurzüberblick geht auf einzelne Aktivitäten ein.

Ein umfassenderer Rückblick auf das Jahr 2020 folgt vsl. mit dem Relaunch dieser Seiten.

Ampflwang

 

Sonst eine eher problemlose Angelegenheit, in Zeit von Corona-Risikogebieten, Einreise-sperren und Grenzschließungen ist es dann aber doch eine Herausforderung: Ein Besuch im Eisenbahnmuseum Ampflwang in Österreich.

 

Im Mittelpunkt des Interesses der kleinen Gruppe aus dem Kochertal stand die 52 8186. Im Jahr 1992 hatte diese Gruppe und drei weitere Mitstreiter die 52 8186 und die 52 8077 bei der Deutschen Reichsbahn erworben. An Ostern 1992 wurden die beiden Loks in Leipzig-Engelsdorf "versandfertig gemacht". Ziel der Reise war das DB-Bw Heilbronn.  In der Rechteckhalle (im Ringlokschuppen standen noch V100 u.ä.) wurden die beiden Loks optisch aufgearbeitet (der technische Teil war zuvor schon im Bw Leipzig Süd erfolgt). Die Eigentümer stellten die Loks dann dem Verein Dampfbahn Kochertal e.V./DBK Historische Bahn e.V. kostenlos zur Verfügung.

Die 52 8186 fuhr dann einige Abschiedszüge auf der Kochertalbahn Jagstfeld-Ohrnberg sowie einige Züge mit Zuckerrüben unter der Regie der Eisenbahnfreunde Zollernbahn. 1993  ging die Reise nach Gaildorf, wo sie wieder auf die 52 8077 traf.

Über einige Jahre hinweg war die 52 8186 die einzige einsatzfähige Lok der DBK und bewältigte den Museumsbahnverkehr Gaildorf-Untergröningen und Schorndorf-Rudersberg. Mit Fristablauf wurde die 52 8186 nach Österreich an die ÖGEG verlauft. Nach einigen Einsätzen in Österreich stand eine Hauptuntersuchung an. Die Bilder stammen aus dem Jahr 2015 und entstanden bei einem Besuch in Ampfelwang. Nun wollte sich die Gruppe aus dem Kochertal ein Bild vom aktuellen Stand machen und begann mit der Suche nach der Lok im großen Ringlokschuppen in Ampfelwang.

Wie Mitarbeiter im Ampfelwang nun allerdings zu berichteten wussten, wurden die Arbeiten an der 52 8186 eingestellt. Die Lok befand sich auch nicht mehr im Rundhaus sondern im großen Längsschuppen. Der ist allerdings für Besucher nicht zugänglich.

 

Im Rundhaus fanden sich dann aber doch noch Teile der 52 8186. Die Traversen gehören zum Tenderfahrwerk.

 

Bei  nächsten Besuch (mit Anmeldung) sollen wir dann auch die andere Teile der 52 8186 zu sehen bekommen.

 

Ehrenmitglied

 

Bei der Rückfahrt von Ampfelwang ins Kochertal wurde noch im Bayerischen Wald kurz Station gemacht. Ein Besuch bei Volker Blösch stand auf dem Programm, der hatte kurz zuvor seinen 80. Geburtstag gefeiert.

Volker Blösch ist Gründungsvorsitzender des Vereins Crailsheimer Dampflok 64 419 e.V.  (später Museum Bw Crailsheim e.V. bzw. Förderverein Bw Crailsheim e.V.).

Unter seiner Leitung und durch seinen Einsatz kam die 64 419 wieder nach Crailsheim zurück - dort hätte die Lok aus Denkmal aufgestellt werden sollen. Als sich diese Pläne zerschlugen erlebte die Lok eine wahre Odyssee und stand zuletzt in Nördlingen. 

Der ehemalige Lehrlokführer der DB und spätere Berufsschullehrer machte durch seinen Einsatz die betriebsfähige Aufarbeitung der Lok möglich und war auch einer der Wegbereiter beim Erwerb des  Geländes im ehemaligen DB-Bahnbetriebswerk Crailsheim. Die Lok ging später auf die DBK Historische Bahn e.V. über. Der Verein Crailsheimer Dampflok 64 419 e.V. stellte in der Folgezeit überwiegend das Personal in den DBK-Museumszügen im Kochertal und im Wieslauftal sowie bei den Fahrten an den Bodensee oder nach Rüdesheim.

In seine Zeit als Vorsitzender fiel auch die Gründung des Eisenbahnverkehrsunternehmens GfE Gesellschaft für Eisenbahnbetrieb mbH. Hier stellte er die Weichen für die notwendige finanzielle Ausstattung der GfE und war einige Jahre auch Geschäftsführer der GfE.

Schon seit einiger Zeit hat Volker Blösch alle seine Ehrenämter abgegeben. Sein runder Geburtstag war nun vollends Anlass den Gründungsvorsitzenden zum Ehrenmitglied zu ernennen. Als Lesestoff erhielt er ein Buch über die Eisenbahn in Crailsheim und die Lok 44 1378.

Hermeskeil

 

Eine privater Besuch in kleinem Kreis führte ins Eisenbahnmuseum Hermeskeil zu Bernd Falz.

 

Bernd Falz hatte 2020 sein Museum wegen den Corona-Auflagen gar nicht geöffnet.

So entfielen auch unsere Aufhübsch-Arbeitseinsätze in Hermeskeil. Es brauchten keine Loks im Schuppen geputzt und auf Hochglanz gebracht werden, ebenso wenig mussten Büsche und Rankpflanzen in den langen Lokreihen gestutzt werden. Das Foto zeigt auf beiden Seiten den Weges Dampflokomotiven der Baureihe 44. Vorne links die 44 500.

Für unsere schon Jahre zurückreichende Hilfe hatten wir von Bernd Falz die Erlaubnis einzelne Bauteile an der 44 500 Teile abzubauen. 

Hintergrund: Bei der in Crailsheim stehenden 44 1378  fehlen einige Teile des Mittleren Triebwerks.  Das AW Meiningen hatte an der 44 1378 im Rahmen einer L6-Untersuchung vom Dezember 1987 bis Februar 1988 den Mittelzylinder ausgebaut. Zwar konnten von dem Eigentümer der 44 1378 einige Teile wiederbeschafft werden. Es fehlten aber vor allem noch die Steuerungsteile. Der Nachbau dieser Teile hätte - so ein Angebot  - eine hohe fünfstellige oder gar sechsstellige Summe gekostet.

Bei der 44 500 waren die fehlenden Teile vorhanden - was die Kosten für die Inbetriebnahme der 44 1378 mehr als halbierte. Die Vorbereitungen für den Ausbau war abgeschlossen. Ein kleineres Teil (rechts im Bild unmittelbar nach dem Ausbau) hatte schon den Weg nach Crailsheim gefunden. Dort ist es mittlerweile leider unauffindbar. 

Die anderen Teile wurden erst gar nicht mehr nach Crailsheim gebracht und werden endgültig in Hermeskeil verbleiben.

Auch hätte ein Tausch der Speisepumpe erfolgen sollen. Das Gussteil der 44 1378 hatte nach einem Frostschaden einen Riss. Auch die intakte Speisepumpe verbleibt in Hermeskeil.

Der Abbruch der betriebsfähigen Aufarbeitung der 44 1378 durch die Gruppe bedeutet aber nicht ein Abbruch der Kontakte nach Hermeskeil. Dem privaten Besuch im September 2020 bei Bernd Falz in Hermeskeil soll im kommenden Jahr zumindest ein weiterer Folgen. Dann vielleicht mit einer größere Gruppe.

 

Die "Comet"


ist wieder 
zurück

 

in ihrer alten Heimat

 

Unter dem Datum 26. Juli 2015 ist im Tagebuch notiert:

"Eine Dampflok fährt Autobahn. Genauer gesagt: Der Nachbau der "Comet" aus dem Jahr 1835. Die "Lok" konnte durch einen glücklichen Umstand im Bw Gera erworben werden. Dort hatte die Jugendgruppe die etwa 2 t schwere Lok gebaut. Mit einem Pkw-Anhänger wurde die Lok nach Crailsheim überführt. (...) Das Abladen schräg zu den Gleisen und dann das  Aufgleisen der Lok gestaltete sich dann nochmal etwas anstrengend.  Doch auch dieses wurde geschafft."

 

Die "Comet" - das Original - wurde einst für die erste deutsche Fernbahn von Leipzig nach Dresden beschafft, als eine von vor Lokomotiven. Die in Manchester gebauten Maschinen wurden zunächst als Bauzuglokomotiven genutzt, entgleisten aber häufiger. Der Grund lag an der Achsfolge, was auch erkannt wurde. Aus diesem Grund erhielt die "Saxonia" eine Schleppachse. So steht es jedenfalls in den Büchern.  

 

 

Zurück zum Nachbau:

Nach der "Umstrukturierung" des Bw Crailsheim im Sommer 2019 bestand kein Interesse mehr an der "Comet". Dafür gab es aber andere Interessenten. Schnell stand aber der Entschluss fest, dass die "Comet" - trotz deutlich finanziell lukrativerer Angebote - an ihre Erbauer zurück gehen sollte: die Geraer Eisenbahnwelten.

 

Zu den Bildern von 2015 von oben: Bereitstellung der "Comet" über die Drehscheibe in der früheren Heimat des Vereins Geraer Eisenbahnwelten.In der Mitte unterwegs auf der Autobahn in Richtung Süden und schließlich die Ankunft in Crailsheim. 

Wie sich die Bilder gleichen:
Es herrschte Nebel am 18. September 2020, als die Reise der "Comet" gegen 9 Uhr in Crailsheim startete.

 

Kurze Pause auf einer Raststätte an der A9 in Richtung Berlin - Prüfung der Spanngurte und Zeit für ein Foto.

 

 

Auf den Gleisen im neuen Heimat-Bw. Es handelt sich aber nicht mehr um das westlich der Gleise gelegene Bahnbetriebswerk (Historisches Bahnbetriebswerk Gera) sondern um die östlich der Gleise gelegene Anlage, der neuen Heimat des Vereins Geraer Eisenbahnwelten. 

 

 

52 8077

 

Die Tage der 52 8077 in Crailsheim sind gezählt. Die privaten Eigentümer haben die Lok aus dem Haus der Maschinenfabrik Esslingen verkauft, weil sie die einst durch den Verein DBK Historische Bahn e.V. geplante und begonnene Aufarbeitung der Lok  für mittlerweile sehr unwahrscheinlich halten. Das auch finanziell tragfähige Konzept des Käufers konnte die bisherigen Eigentümer überzeugen.

 

In der Vorbereitung der geplanten Hauptuntersuchung wurden zahlreiche Teile der ehemals Engelsdorfer 52 8077 abgebaut. Diese wurden bei zwei mehrtägigen Arbeitseinsätzen zusammengetragen und mit zwei Sattelzügen  in Richtung des neuen Eigentümers verbracht.

 

Der Abtransport der 52 8077 steht noch an. Lok und Tender werden auf der Straße abtransportiert.

 

Derzeit fehlen aber noch die letzten Transportgenehmigungen.