Der VT98 im Bw Crailsheim

Hier entsteht die neue Seite zum VT98 Ex-"Ulmer Spatz".
An dieser Seite wird noch gearbeitet.

Wie freuen uns, über Foto dieser Fahrzeuge bei ihren früheren Einsätzen.
Bitte schreiben Sie uns an (siehe Kontakt).

798 652

Motorwagen
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Der Wagen wurde 1959 bei der Firma Uerdingen in Krefeld gebaut und in Rosenheim in Dienst gestellt. Dort verblieb er in roter Lackierung bis 1987. Eine Woche vor der Fahrt nach Kassel zur Aufarbeitung, lief der Wagen planmäßig nach Wasserburg. Bevor er aber zurückfahren konnte, ereignete sich ein Erdrutsch und blockierte die Strecke, so dass er eingeschlossen war. Der Wagen wurde auf einen Straßenroller über die Straße bis zum nächsten Bahnhof transportiert und dort wieder auf die Gleise gestellt.

 

Chiemgau-Bahn

Im Aufarbeitungswerk Kassel wurde der Motorwagen für seinen geplanten Einsatz auf der Chiemgau-Bahn modernisiert. Er erhielt eine (dem damaligen Farbkonzept der DB entsprechende) Mint-Türkise-Lackierung, den Prototyp einer Türsteuerung, eine Beschallungsanlage und stoffbepolsterte Sitze (in brauner Farbe). Am 18. Mai 1987 erfolgte die Abnahmefahrt, danach lief der Wagen auf der Chiemgau-Bahn. 1992 wurde der Wagen nach Mühldorf umstationiert, lief aber auf der Chiemgau-Bahn weiter - bis 1996 dort dann Triebwagen der Baureihe 628/4 die alten Schienbusse ersetzten.

 

Regentalbahn 

Der Motorwagen wurde anschließend für 14 Monate an die Regentalbahn vermietet, um, dort die verspätet angelieferten  Regioshuttles. zu ersetzten.

 

Nach Ulm

Danach übernahmen die Schienenbusfreunde das Museumsfahrzeug.

Aufgrund des schlechten Zustandes nach rund 10 Jahren jährigem Einsatz im Personennahverkehr musste der Wagen grundlegend instand gesetzt und modernisiert werden. So wurden z.B. die Sitze in blau neu gepolstert, neue Vorhänge genäht, der Wagen innen und außen neu lackiert, die Beschallungs-anlage wieder funktionsfähig gemacht und diverse Kleinreparaturen vorgenommen, um den Wagen wieder betriebsfähig zu bekommen. 1998 erhielt er den Schriftzug "Ulmer Spatz" auf den Seitenflächen. 1999 erfolgte im AW Halberstadt eine Hauptuntersuchung.  2002 wurden  Tische vom ICE 3 eingebaut und im November 2003 der Einbau neuster der Technik in Punkto Zugbeeinflussung und digitaler Zugfunk. 

Quelle "Schienenbusfreunde Ulm e. V."

 

 

996 225

Beiwagen

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Der Beiwagen wurde 1961 bei der Firma Uerdingen in Krefeld gebaut. Die weitere Geschichte liegt etwas im Dunkeln. Es ist unbekannt, wann der Beiwagen in Dienst gestellt wurde und wann er nach Tübingen (letztes Betriebswerk) umbeheimatet wurde. Der Beiwagen wurde für den Personenverkehr noch einmal optisch instand gesetzt. Er erhielt blaue Stoffsitze. Jedoch wurde dieser Wagen als Raucherwagen im Nahverkehr eingesetzt, so dass auch hier diverse Schäden am Boden und an den Sitzen entstanden. 1997 schied der Beiwagen aus dem Plandienst aus und ging an das Nürnberger Verkehrsmuseum. 

1998 wurde er mit einer Rangierlok, die auf dem Weg nach Bremen war, bis Kassel mitgenommen. Doch erhielt der Beiwagen eine neue Hauptuntersuchung  - und eine Mint-Türkiser-Lackierung. Eine Beschallungsanlage, Vorhänge sowie eine Theke wurden eingebaut und  die Türschließanlage kompatibel gemacht. 1998 erhielt der Wagen den Schriftzug "Ulmer Spatz".

Quelle "Schienenbusfreunde Ulm e. V."

996 300

Beiwagen

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Der Wagen wurde 1961 bei der Firma Uerdingen in Krefeld gebaut und in Tübingen in Dienst gestellt. Letztes Betriebswerk war Hof. 1994 ging der Wagen nach Nürnberg zum Verkehrsmuseum. Nach Vandalismusschäden wurde der Wagen nach Ulm zu überführt. 1997 erhielt er eine Hauptuntersuchung im Ausbesserungswerk Kassel. Zurück in  Ulm wurde er komplett entkernt. außen und innen neu lackiert (in der Farbe Mint-Türkis). Ein neuer Fußboden, neue Wandverkleidungen, blaue stoffbepolstert Sitze, Vorhänge, eine Theke und eine Beschallungsanlage wurden eingebaut. Die Türschließanlage wurde kompatibel gemacht. 1998 erhielt er als erster Wagen der Schienenbusfreunde Ulm e.V. seinen charakteristischen Schriftzug "Ulmer Spatz". 2002 wurden Tische aus dem ICE 3 eingebaut.

Quelle "Schienenbusfreunde Ulm e. V."


Der Weg nach Crailsheim

Mitte 1996

wurde in Ulm die Freizeitgruppe "VT 798" im damaligen Bundesbahnsozialwerk gegründet. Aus dieser Freizeitgruppe ging im Jahr 1998 der Verein "Schienenbusfreunde Ulm e. V." hervor.

Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, Interesse und Verständnis sowohl für die Geschichte als auch für die Gegenwart der Eisenbahn zu wecken und zu pflegen. Dies wird durch den Erhalt und Betrieb des historischen Schienenbusses "Ulmer Spatz" verwirklicht. 

Quelle "Schienenbusfreunde Ulm e. V."

 

 

 

 

19. März 2013

"Ulmer Spatz" auf dem Abstellgleis

Am 1. Mai ist Saisonauftakt beim "Freizeitnetz Schwäbische Alb". Nicht mehr auf der Schiene ist der "Ulmer Spatz". Der Schienenbus wird ausgemustert. Triebwagen fahren jetzt von Ulm nach Engstingen .Und die gehören der Schwäbischen Alb-Bahn (SAB), die ab der neuen Saison den Zugverkehr zwischen Alb und Münsterstadt übernimmt. Der Münsinger Verein hat seinen Bestand an Triebwagen aus den 60er-Jahren deshalb um vier aus den 80er-Jahren ergänzt. Die werden jetzt komplett hergerichtet, fahren dann rot-creme gestrichen sonntags durch die Landschaft, bieten pro Wagen Platz für 90 Gäste.

Grund für die Umstrukturierung: "Seit 1999 betreibt die Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH (RAB) mit Bussen und Zügen das saisonale "Freizeitnetz Schwäbische Alb". Von Anfang an dabei war der nostalgische Schienenbus "Ulmer Spatz", der im Ausflugsverkehr von Ulm auf die Münsinger Alb fuhr", heißt es in er RAB-Pressemitteilung.

Betreut wurde der "Ulmer Spatz" ehrenamtlich von den Schienenbusfreunden Ulm. Jetzt stehen aber kostspielige Wartungsarbeiten am türkisen Zügle an. Das können aber weder RAB noch Schienenbusfreunde stemmen. Deshalb fährt jetzt der "Ulmer Spatz" aufs Abstellgleis - bis auf einen Motorwagen. Der bleibt, dann wieder in seiner ursprünglichen roten Farbe lackiert, in Ulm. 

Quelle: Südwestpresse Ulm - Albbote

 

1. Oktober 2015

 

Ein Ulmer Spatz weniger

Ulmer Spatzen sind weit verbreitet. Einige Ulmer Spatzen kicken unter diesem Spitznamen als Mannschaft des SSV 1846 Fußball. Viele Ulmer Spatzen singen im gleichnamigen Kinder- und Jugendchor.

Scharen von Ulmer Spatzen zwitschern in der Stadt umher. Und doch gibt es einen Ulmer Spatz weniger. Das ist der Schienenbus, der unter diesem Namen jahrelang auf die Alb zuckelte.

Noch stehen vier Wagen davon in der typisch weiß-grünen Bemalung mitten in der Gleislandschaft des Ulmer Hauptbahnhofs. Wie mit ihnen weiter verfahren wird, ist noch nicht entschieden, wie Jürgen Schnabl von der DB Zug-Bus Regionalverkehr Alb-Bodensee sagt, der die Wagen gehören. Klar ist nur, dass sie im vergangenen Jahr aus dem Verkehr gezogen worden sind.

Das heißt: "Ein Motorwagen ist in Weinrot umlackiert worden" und war als "Spätzle-Express" bereits im vergangenen Sommer weiter für die beliebten Freizeitfahrten von Ulm nach Münsingen im Einsatz, die von der "Schwäbischen Alb-Bahn" ansonsten jetzt mit moderneren Triebwagen abgewickelt werden.

Die Schienenbusfreunde Ulm, die den Ausflugsverkehr des Ulmer Spatz über Jahre ehrenamtlich bewerkstelligt haben, sind damit nicht mehr im Spiel. "Der Verein hat sich zurückziehen müssen", sagt Vorsitzender Oliver Pfister. Offenbar sprengten notwendige Ausbesserungen und anstehende Hauptuntersuchungen die Grenzen des finanziell Machbaren. Die Zusammenarbeit ging jedenfalls auseinander, der Zug geriet aufs Abstellgleis, zu seiner Übergabe kam es auch nicht. Für Spatzenverhältnisse ist darüber hinaus nicht allzuviel zu hören.

Gleichwohl existiert der Verein noch, teilt Pfister mit, obwohl den Schienenbusfreunden mit Wartung und Betrieb momentan der Vereinszweck abhanden gekommen ist. Dabei war es im Mai 1998 Oberbürgermeister Ivo Gönner persönlich, der den ersten frisch renovierten Schienenbus taufte und ihn als Ulmer Spatz auf den Weg schickte. Insgesamt waren es letztlich sieben Wagen, die der Verein betreute und damit auch eine kleine schwäbische Nostalgiewelle auslöste. Schließlich bestimmten die original weinroten Schienenbusse aus den 50ern und 60ern mit glänzender Aussicht lange das Bild der Bundesbahn.

Quelle: Südwestpresse Ulm 

 

Februar 2016

 

Die Fahrzeuge des Ulmer Spatz -  nunmehr ohne den Schriftzug - sind im ehemaligen E-Lok Bahnbetriebswerk in Ulm abgestellt. Die beiden oberen Bilder stammen vom 6. Februar 2016.  Zu diesem Zeitpunkt wurde von eine Gruppe des Bw Crailsheim die Ulmer Achssenke für den Abtransport nach Hohenlohe vorbereitet. 

 

Dieser Abtransport nach Crailsheim erfolgte schließlich am 19. Februar 2016 (siege Tagebuch 2016) Das Foto unten

(Quelle: DB Bahnprojekt Stuttgart-Ulm GmbH, Stuttgart)

zeigt den Achsenkewagen (teilweise unter der blauen Plane) links neben dem blauen Kran. Auf den Abstellgleisen rechts sind die Triebwagen zu erkennen.

Doch nicht nur die Türkis-Blauen-Triebwagen fanden den Weg nach Crailsheim. Auch die Schienen, auf denen die Garnitur in Crailsheim abgestellt war, fanden den im August 2016 den Weg nach Crailsheim. Das Gleisbaumaterial wurde auf der Schiene nach Crailsheim transportiert. Teil des Güterzuges waren auch die drei Wagen des Ulmer Spatz'.

 

 

Heute

Die beim Motorwagen fehlenden/entfernten Bauteile (z. B. der Motorensteuerung) konnten beschafft bzw. nachgebaut werden. Beide Kühler sind aber defekt. Sie werden derzeit aufgearbeitet. Auch im Innenbereich stehen eine ganze Reihe von Arbeiten ab. Ziel ist eine Inbetriebnahme des Motorwagens noch im Jahr 2018.

In relativ gutem Zustand befindet sich der Beiwagen 996 300. Doch auch hier sind einige zeitraubende Arbeiten im Innenraum zu erledigen. Der Zustand des Beiwagens 996 225 ist nicht so gut.

 

Bei allen Fahrzeugen sind die Untersuchungsfristen abgelaufen und es in eine Hauptuntersuchung notwendig.

 

Weitere Bilder und Ausführungen folgen . . .